Praxis Dr. Metzlaff

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Narkoseüberwachung - erweiterte apparative Ausstattung

Es können nun während der chirurgischen Eingriffe weitere Meßwerte bestimmt werden, um frühzeitig narkosebedingte Komplikationen erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können:

1) Kapnometrie bzw. -graphie

Hierbei wird der Kohlendioxid- (CO2-) gehalt der Ausatemluft des narkotisierten Patienten gemessen, um zum Beispiel eine unzureichende Atemtätigkeit des Tieres, eine Verlegung der Atemwege, ein Herausrutschen des Beatmungsschlauches und auch ein vermehrtes Hecheln, z.B. durch unzureichende Narkosetiefe oder Schmerzempfinden erkennen zu können.

2) Pulsoximetrie

Mittels eines Clips (meist an der Zunge angebracht) wird ständig der Sauerstoffgehalt des Blutes und die Pulsfrequenz kontrolliert. In Kombination mit der Kapnometrie hat man dadurch jederzeit eine optimale Kontrolle der Kreislaufsituation des Patienten.

3) EKG

Die vom Herz ausgesandten elektrischen Ströme werden mit einer über die Speiseröhre eingebrachten Sonde direkt über dem Herzen abgeleitet und lassen Abweichungen bei der Herzfrequenz und dem Herzrhythmus sofort erkennen.

4) Blutdruck

Der Blutdruck wird kontinuierlich über eine Blutdruckmanschette gemessen und bei bedrohlichen Veränderungen unverzüglich mit einem Alarmton angezeigt.

5) Körperinnentemperatur

Die Körpertemperatur wird, wie das EKG, über eine in die Speiseröhre eingeschobene Sonde aufgezeichnet. Das ist besonders bei kleinen Patienten wichtig, da diese im Vergleich zu großen Tieren eine relativ größere Körperoberfläche haben und somit die Gefahr der Auskühlung während der Narkose deutlich höher ist.